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Ein kurzer Überblick über die Geschichte des Klosters Bildhausen

Im Jahre 1156 stiftet Hermann von Stahleck, Pfalzgraf bei Rhein, die zu einer Klostergründung notwendigen Ländereien. Damit wird die Errichtung der Zisterzienserabtei Bildhausen am 12. Februar 1158 ermöglicht.
Bis 1525 hat das Kloster eine erste Blütezeit, gekennzeichnet von reichen Erwerbungen und Schenkungen. Von Ostern bis Pfingsten 1525 bringt der sogenannte "Bildhäuser Haufen", der regionale Zusammenschluss aufständischer Bauern und Bürger, welcher für mehr soziale Rechte und die Entlastung von Steuern und Abgaben kämpfte, der Abtei Verwüstung und Plünderung.

Zwischen 1552 und 1555, im sogenannten Zweiten Markgrafenkrieg, erleidet das Kloster schwerste Schäden an seinem Vermögen und an den Gebäuden. Es folgt eine Phase des Wiederaufbaus.
1571 wird eine Kapelle auf dem Petersberg eingeweiht. Unter Abt Michael Christ erlebt die Abtei ab 1582 eine zweite Blütezeit. Bildhausen gewinnt wieder an Macht und Einfluss. Im Dreißigjährigen Krieg 1618 - 1648 müssen schwerste Verluste durch Notverkäufe, Einlagerung von Truppen und Schäden an den Gebäuden verkraftet werden.

Im folgenden Jahrhundert kann sich das Kloster wieder zu einem regionalen Einflussfaktor entfalten. Stattliche Gebäude werden errichtet, darunter auch eine große Basilika, die nach der Säkularisation als Steinbruch dient und nach und nach wieder abgerissen wird.
Nach 645 Jahren unter 44 Äbten werden 1803 die Abtei, seine Liegenschaften und sein Vermögen verstaatlicht. Die Gebäude, die Äcker und die Wälder geraten in private Hände; eine Mennonitenzelle entsteht.

1897 erwirbt Dominikus Ringeisen die 376 ha große Anlage als Kornkammer für seine Behinderteneinrichtung in Ursberg, westlich von Augsburg. Die ersten Menschen mit Behinderungen werden 1929 aufgenommen. Zur Betreuung und Pflege dieser Menschen werden Klosterschwestern der St. Josefskongregation aus Ursberg in Bildhausen eingesetzt.

Bis 1945 gelingt es den Ordensschwestern weitgehend, Leib und Leben der behinderten Menschen vor staatlichen Übergriffen zu schützen. Trotzdem werden acht Heimbewohner vom Nazi-Regime ermordet.
Im November 1954 wird auf Betreiben des damaligen Verwalters Alfons Maria Wirsing der Gemeindeteil Bildhausen von der Bayer. Staatsregierung in Maria Bildhausen geändert.

Ab 1976 wird die Anlage generalsaniert. Seit 1983 ergänzt eine anerkannte Werkstatt für behinderte Menschen das bestehende Wohnheimangebot mit einer Vielzahl von Arbeitsmöglichkeiten.

Seit 1998 ergänzen dezentrale Wohnangebote in Bad Königshofen und seit August 2008 in Münnerstadt die Wohn- und Betreuungsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderungen. Ab dem Jahr 1999 werden die stationären durch ambulante Angebote der Offenen Behindertenarbeit für den Landkreis Bad Kissingen und seit 2005 für den Landkreis Rhön-Grabfeld ergänzt. Seit 2009 gibt es in Münnerstadt eine Teilwerkstatt sowie eine Tagesförderstätte für Menschen mit Autismus in Aschaffenburg.

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