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Gregorianik (01.09.2017 - 03.09.2017)

GregorianikSingend die Welt verändern - Eine praktische Einführung in den gregorianischen Choral

UHRZEIT: 16:00 - 18:00, 09:00 - 21:00 und 09:00 - 16:00
ORT: Oratorium und Raum Franziskus, Haus St. Maria
DOZENT/IN: Angelika Moths
BRUTTOKOSTEN: 116,00 Euro
ANMELDESCHLUSSS: 25.08.2017
KURSNUMMER: 2017-18
KONTAKT:
Tel 09766 81-0
Fax 09766 81-181
 
Angelika Moths ist Dozentin für Notationskunde an der Schola Cantorum in Basel (Hochschule für Alte Musik) und lehrt am Institut für Musikwissenschaft der dortigen Universität.
 
Eine Taube – vom Heiligen Geist gesendet – soll Gregor dem Großen die Melodien eingegeben haben, welche wir heute nach ihm Gregorianik nennen. Von dieser Legende beseelt, kam den Klöstern die Aufgabe zu, in den Psalmen der Stundengebete Gott singend um das Wohl der Menschen zu bitten. Die Funktion der  Gregorianik war es aber auch, die liturgischen Handlungen der Messe zu begleiten. Ihre Vielfalt reicht also von den schlichten Antiphonen der Stundengebete zu bereits die Grenzen zur Virtuosität erreichenden  solistischen Gesängen.
So ist Singen in unserer Abendländischen Kultur fest verwurzelt, religiöser Ritus ohne Musik kaum vorstellbar. Und Singen ist, die Stimme zu erheben, Singen ist Atmen, Singen verändert uns. Es ist tiefstmenschlicher Ausdruck, der „Seele Luft zu machen".
In wunderschönen Handschriften wurden die Gesänge des frühen Christentums festgehalten. Die Notation in Neumen ist aber nicht als eine rekonstruierbare Notenschrift zu verstehen, sondern vielmehr als eine bildliche Übertragung dessen, was der Vorsänger „in die Luft malte", um seine Sänger an den richtigen Verlauf einer Melodie zu erinnern.  

Der Kurs soll Einblicke in diese Handschriften geben und Informationen über die gregorianischen Gesänge und ihre Bedeutung für die mittelalterliche Gesellschaft liefern.
In erster Linie geht es aber darum, den Teilnehmenden mit der „mittelalterlichen" Methode des Vor- und Nachsingens unter Einbeziehung unterstützender Handzeichen die Möglichkeit zu geben, einige dieser Gesänge zu erlernen und zu memorieren.
Das Memorieren – ohne einen Notentext in der Hand – erlaubt den direkten Zugang zu dieser Musik und zu ihren spirituellen Inhalten. Es fordert das Gehirn, ohne es zu überfordern und lässt Raum, das Singen zu einem ganz bewussten Erleben werden zu lassen.

Es sind dafür keine Vorkenntnisse nötig. Voraussetzung ist lediglich die Freude an der Arbeit mit der eigenen Stimme und etwas Mut, sich darauf einzulassen.
Selbstverständlich geht der Kurs mit stimmschonenden Aufwärm-, Einsing- und Atemübungen einher, die auch unerfahreneren Sängerinnen und Sängern die Teilnahme ermöglichen.

Zeitlicher Ablauf:
Freitag, 1. September 2017:
16.00–18.00 Uhr
Einführung in die Welt der Neumen, die Funktion der gregorianischen Gesänge und das Vermitteln und Lernen im Mittelalter.
19.00–21.00
Praktische Demonstrationen mit den Teilnehmenden.

Samstag, 2. September 2017:
9.00–12.00 Uhr
Aufwärm-, Einsing- und Atemübungen.
Arbeit an ausgewählten Stücken.

14.00–18.00 Uhr
Arbeit an ausgewählten Stücken.

19.00–21.00 Uhr
Kontemplation über das Gelernte und Austausch.

Sonntag, 3. September 2017:
9.00–12.00 Uhr
Aufwärm-, Einsing- und Atemübungen.
Arbeit an ausgewählten Stücken.

14.00–16.00 Uhr
Repetition des Gelernten und abschließendes Singen der erarbeiteten Stücke.

Wir werden ein kleines Marienprogramm erarbeiten. Auf Wunsch können Materialien bereits im Vorfeld zur Verfügung gestellt werden

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