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Die KlosterAkademie

Die KlosterAkademie Maria Bildhausen will mit ihren drei Säulen Kunst, Spiritualität und Natur Angebote schaffen, die Menschen mit unseren traditionellen Werten in Kontakt bringen und diese dadurch weitertragen.

 Kunst - Spiritualität - Natur

Die Jahrhunderte alte Basis des Lebens im Kloster Maria Bildhausen
ist die Ausrichtung auf Gott – die Spiritualität.
Die franziskanische Tradition blickt auf die Schöpfung als Geschenk – die Natur. 
Ausdrucksmittel des Menschen als Antwort ist – die Kunst. 
 
 

Gregorianik (14.09.2018 - 16.09.2018)

Gregorianik

Singend die Welt verändern - Eine praktische Einführung in den gregorianischen Choral

ORT: Haus St. Maria
DOZENT/IN: Angelika Moths, Basel
KURSNUMMER: 18-0901
KONTAKT:
Tel 09766 81-0
Fax 09766 81-181
 
Angelika Moths ist Dozentin für Notationskunde an der Schola Cantorum in Basel (Hochschule für Alte Musik) und lehrt am Institut für Musikwissenschaft der dortigen Universität.
 
Eine Taube – vom Heiligen Geist gesendet – soll Gregor dem Großen die Melodien eingegeben haben, welche wir heute nach ihm Gregorianik nennen. Von dieser Legende beseelt, kam den Klöstern die Aufgabe zu, in den Psalmen der Stundengebete Gott singend um das Wohl der Menschen zu bitten. Die Funktion der  Gregorianik war es aber auch, die liturgischen Handlungen der Messe zu begleiten. Ihre Vielfalt reicht also von den schlichten Antiphonen der Stundengebete zu bereits die Grenzen zur Virtuosität erreichenden  solistischen Gesängen.
So ist Singen in unserer Abendländischen Kultur fest verwurzelt, religiöser Ritus ohne Musik kaum vorstellbar. Und Singen ist, die Stimme zu erheben, Singen ist Atmen, Singen verändert uns. Es ist tiefstmenschlicher Ausdruck, der „Seele Luft zu machen".
In wunderschönen Handschriften wurden die Gesänge des frühen Christentums festgehalten. Die Notation in Neumen ist aber nicht als eine rekonstruierbare Notenschrift zu verstehen, sondern vielmehr als eine bildliche Übertragung dessen, was der Vorsänger „in die Luft malte", um seine Sänger an den richtigen Verlauf einer Melodie zu erinnern.  

Der Kurs soll Einblicke in diese Handschriften geben und Informationen über die gregorianischen Gesänge und ihre Bedeutung für die mittelalterliche Gesellschaft liefern. In erster Linie geht es aber darum, den Teilnehmenden mit der „mittelalterlichen" Methode des Vor- und Nachsingens unter Einbeziehung unterstützender Handzeichen die Möglichkeit zu geben, einige dieser Gesänge zu erlernen und zu memorieren.
Das Memorieren – ohne einen Notentext in der Hand – erlaubt den direkten Zugang zu dieser Musik und zu ihren spirituellen Inhalten. Es fordert das Gehirn, ohne es zu überfordern und lässt Raum, das Singen zu einem ganz bewussten Erleben werden zu lassen.

Es sind dafür keine Vorkenntnisse nötig. Voraussetzung ist lediglich die Freude an der Arbeit mit der eigenen Stimme und etwas Mut, sich darauf einzulassen. Selbstverständlich geht der Kurs mit stimmschonenden Aufwärm-, Einsing- und Atemübungen einher, die auch unerfahreneren Sängerinnen und Sängern die Teilnahme ermöglichen.

Wir werden ein kleines Marienprogramm erarbeiten. Auf Wunsch können Materialien bereits im Vorfeld zur Verfügung gestellt werden

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